Wochenanfang
Der Wochenanfang findet in der Regel montags in der ersten Stunde statt.
Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Schulwoche zu organisieren. Dies geschieht einerseits durch die Planung der zu erledigenden Aufgaben, welche sie in den Lernzeit-Stunden bearbeiten möchten und andererseits durch das Setzen von personalen oder sozialen Zielen.
Zudem wird durch das Klassenlehrerteam eine Logbuchkontrolle durchgeführt und es werden Klassendienste – wie Ordnungs-, Bewegungspausen- oder Blumendienste – an Schüler:innen verteilt.
Logbuch
Das Logbuch ist ein Instrument, mit dem die Schülerinnen und Schüler lernen können, eigene schulische Ziele zu bestimmen, ihren Lernprozess zu planen und zu dokumentieren sowie ihre Ergebnisse zu reflektieren.
Das Logbuch wird an unserer Schule als Instrument für selbstständige Schülertätigkeit, Terminplaner und Hausaufgabenheft sowie als Kontaktmöglichkeit zwischen Lehrenden, Lernenden und Eltern genutzt.
Die Logbücher sind zugleich ein wesentlicher Ansatz für das selbstgesteuerte Lernen . Die Schülerinnen und Schüler überlegen, welche Lernziele sie sich setzen und notieren diese im Logbuch. In der Lernzeit arbeiten sie nach diesen Zielstellungen und können so selbst kontrollieren, welche Kompetenzen der Lernwegelisten sie auf dem Weg dorthin bearbeitet und welche Leistungen sie bei der Lernarbeit erreicht haben.
Zudem setzen sich die Schülerinnen und Schüler auch persönliche Wochenziele und Klassenziele, die am Ende der Woche im Klassenrat reflektiert werden.


Beispielseiten Logbuch
Lernzeiten
Unsere Schüler:innen lernen ab dem 5. Jahrgang das selbstgesteuerte Lernen. Sie sollen dabei befähigt werden, das Lernen zu lernen. Dabei lernen sie zielorientiert, freudig, selbstwirksam sowie ausdauernd und wenden die für die jeweilige Lernaufgabe adäquaten Lernstrategien an. Hierbei lernen sie ihren Lernprozess in wachsendem Maße selbst zu steuern. Der Ablauf der Lernzeit-Stunden wird durch klare Rahmenbedingungen und feste Strukturen ritualisiert.
In den Lernzeit-Stunden stehen folgende Aspekte im Vordergrund:
- jeder Schüler und jede Schülerin lernt entsprechend der Möglichkeiten und im eigenen Tempo
- individuelle Lernwege werden eröffnet
- der eigene Lernprozess wird geplant und dabei werden Ziele gesetzt
- Helfersysteme stärken das Selbstbewusstsein
- die Selbstkontrolle/ Kontrolle durch Partnercheck
- angemessener Umgang mit Lösungen
- den Erfolg ihrer Bemühungen selbst beobachten und bewerten
- Lehrkräfte sind nicht ausschließlich Wissensvermittler. Lehrkräfte gestalten den Lernprozess und stehen den Schülerinnen und Schülern als Lernberatung zur Seite.
Die Grundlage für die Arbeit bilden die Lernwegelisten der Fächer Deutsch, Mathe, Englisch und WP Chinesisch/Französisch, welche die zu erlangenden Kompetenzen darstellen und Aufgaben in vier Niveaustufen aufzeigen. Die Lernwegelisten sowie das Logbuch helfen den Schülerinnen und Schülern dabei, ihr Lernen selbst zu planen, durchzuführen und zu reflektieren.
Die Aufgaben orientieren sich an den Kompetenzerwartungen der Kernlehrpläne der einzelnen Fächer.
Durch das selbstgesteuerte Lernen erlernen die Schülerinnen und Schüler zahlreiche methodische, inhaltsbezogene, soziale und personale Kompetenzen.
Bewegungspausen
Im Sinne unsers Leitbildes sind alle Lern- und Arbeitsphasen für die Schüler:innen durch abwechslungsreiche, bewegungsorientierte Strukturierung geprägt. Ein Baustein ist unter anderem die 5-minütige Bewegungs- oder Entspannungspause, die wir in unsere 65-Minuten-Stunden integrieren.
Klassenrat
Der Klassenrat (KlaRa) bildet den Wochenabschluss.
Diese Stunde (häuft freitags, letzte Stunde) ist fest im Stundenplan verankert und besitzt zwei Schwerpunkte:
- Die Reflexion der Woche / des Lernfortschrittes / der Ziele: Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre persönlichen Wochenziele und das Klassenziel. Darüber hinaus überprüfen sie, welche Aufgaben/ Kompetenzen ggf. noch nicht vollständig bearbeitet wurden. Anschließend kontrolliert das Klassenlehrerteam die entsprechenden Logbuchseiten.
- Das Erlernen des demokratischen Miteinanders und der Partizipation: Die Themen des Klassenrates werden nicht vorgegeben, sondern entstehen aus den Bedürfnissen der einzelnen Klasse oder von einzelnen Schülerinnen und Schülern. Dabei kann es um die Gestaltung des Klassenraums, der Organisation des Lernens, besondere Ereignisse, Probleme und Konflikte gehen.
Verhaltensregeln, Absprachen und strukturierte Abläufe bilden das Grundgerüst des Klassenrates. Der Ablauf wird durch bestimmte Rollenzuweisungen (z.B. Gesprächsleitung, Regelwächter, Protokollierende) ritualisiert und selbstständig von den Schülerinnen und Schülern gestaltet. Ein wesentlicher Aspekt des Klassenrates ist das demokratische Miteinander, welches häufig Lösungen oder Vorschläge hervorbringt. Diese werden durch den Protokollierenden schriftlich festgehalten, sodass darauf zurückgegriffen werden kann.
Jahrgangsversammlung
Neben dem Klassenrat werden auch Jahrgangsversammlungen durchgeführt, welche den gleichen Ablauf aufweisen wie die Klassenräte und ein Baustein unserer Demokratiebildung ist. Hier können zum Beispiel jahrgangsweise Entscheidungen getroffen werden oder auch besondere Leistungen von Schüler:innen gewürdigt werden. Insgesamt finden vier Jahrgangsversammlungen pro Schuljahr statt. Die Jahrgangsversammlungen finden in der Aula oder Mensa statt und die Kinder werden von ihren Klassenlehrer:innen begleitet.
